Better know....a candidate: Bill Richardson

Kaum ein Bewerber kann auf so eine abwechslungsreiche politische Karriere zurückblicken wie unser nächster Kandidat: Bill Richardson
  • Name: William Blaine Richardson III
  • Bill Richardson (D)
  • Geburtsdatum: 15. November 1947
  • Geburtsort: Pasadena, Calif.
  • Heimatstaat: New Mexico
  • Partei: Demokraten
  • Beruf(e): Verwaltungsangestellter, Politiker
  • Religion: katholisch
  • Ideologie: Moderate Liberal
Seine Kindheit verbrachte der Sohn einer mexikanischen Mutter und eines mexikanisch-us-amerikanischen Vaters in Mexico-Stadt. Mit 13 schickten ihn seine Eltern in die USA, wo er in Massachusetts Schule und Universität besuchte, welche er mit Abschlüssen in Französisch und Politikwissenschaft verließ. Nach einigen Jahren als Referent im US-Außenministerium und einer erfolglosen Kandidatur in New Mexicos 1. Kongressbezirk gelang es ihm 1983, den neu geschaffenen 3. Bezirk des Staates zu gewinnen und 6 mal zu verteidigen, so dass er dem US-Kongress bis 1997 angehörte.
Im Januar 1997 ernannte Bill Clinton ihn zum Nachfolger von Madeline Albright als UN-Botschafter. Dieses Amt übte Richardson 2 Jahre aus, bevor Clinton ihn Ende 1998 zum Minister für Energiefragen machte, sein Nachfolger bei der UN wurde der ausgewiesene Menschenfreund Richard Holbrooke. Mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, nach den Wahlen 2000 mal ausnahmsweise den Zweiten zum Sieger zu erklären, endete auch Richardsons Zeit in Washington. Nach einem kurzen Zwischenspiel in Wirtschaft und Wissenschaft wurde er 2002 zum Gouverneur von New Mexico gewählt. Hier verfolgte er einen wirtschaftsfreundlichen Kurs von Steuersenkungen und Ausgabenkürzungen, woraufhin ihn das konservative CATO-Institut zu einem der "finanzpolitisch vernünftigsten" demokratischen Gouverneure erklärte. Aufmerksamkeit erregte Richardson auch immer wieder mit für einen Gouverneur ungewohnter diplomatischer Tätigkeit. So verhandelte er im Auftrag der Bundesregierung mehrfach mit der nordkoreanischen Führung in Sachen Nuklearprogramm und wurde von Generalsekretär der OAS zum "Sonderbotschafter für hemisphärische Angelegenheiten" ernannt. Auch im Sudan war Richardson mehrfach aktiv, so handelte er Anfang 2007 einen 60tägigen Waffenstillstand in Darfur aus. Für seine diplomatischen Aktivitäten wurde er vier Mal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
Bevor Anfang 2007 seine Bewerbung um das Präsidentenamt erklärte, soll er bereits 2000 und 2004 als poteniteller Vizepräsidentschafts-Kandidat auf den "short-lists" von Al Gore und John Kerry gestanden haben.
Unter den innenpolitischen Themen ragt vor allem seine Nähe zur Waffenlobby heraus. Richardson verfügt über eines der besten Ratings aller Gouverneure durch die National Rifle Association, einer, nun ja, umstrittenen Organisation:


Positionen:
  • Abtreibung: Pro Choice
  • Same-Sex Marriage: Dagegen, aber eingetragene Partnerschaften ok
  • Krieg: Irak-Krieg sofort beenden, in 6 Monaten alle abziehen
  • Todesstrafe: Dafür, Widerspruchsverfahren erschweren
  • Waffenkontrolle Teufelszeug, yeeeee-haa!
  • Drogenpolitik: Gegen Legalisierung, für Prävention statt schärferer Strafen
  • Energie/Klima: Unterstützer des Kyoto-Vertrages, Ausbau alternativer Energien, für Atomenergie
War es 2004 noch einigermaßen schwierig, den konservativsten Demokraten im Feld auszumachen, ist es dieses Jahr ziemlich klar: Die goldene Faustfeuerwaffe geht an Bill Richardson. Aus diesem Grund wird er auch in den demokratischen Vorwahlen keine Chance haben. Auch wenn er in den nationalen Umfragen auf Platz 4 liegt und in den Rockies durchaus konkurrenzfähig ist: Ohne die liberalen Hochburgen an der Westküste und in Neuengland wird man kein demokratischer Präsidentschaftsbewerber. Aber er wäre eine gute Wahl als Vizepräsidentschaftskandidat: Als einziger Latino im ganzen Feld würde er den Demokraten einen wichtigen Pluspunkt bei einer strategisch hochbedeutsamen Wählergruppe bringen. Als einziger Demokrat aus dem Westen der USA wäre er eine wirksame Waffe im Kampf um die ehemals erzrepublikanischen Staaten im Südwesten, die sich in den vergangenen Jahren immer stärker den Demokraten zugewandt haben. Als Konservativer könnte er einen Ausgleich zu den deutlich liberaleren Spitzenreitern der Demokraten bilden und damit das Ticket attraktiver für Unabhängige machen. Und mit seiner außenpolitischen Erfahrung wäre er eine gute Ergänzung zu den diesbezüglich eher unerfahrenen Kandidaten Obama oder Edwards. Seine Erfahrung gehört auch zu den Punkten, die Richardson in seiner Kampagne besonders heraushebt:


edit 12.1.08:
Bill Richardson hat seine Kandidatur am 10. Januar zurückgezogen.

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